Wenn es um das Thema Geld geht, so werden immer wieder heftige Diskussionen über dessen Bedeutung und den Stellenwert entfacht. Die Standpunkte liegen dabei oftmals weit auseinander, aber schlussendlich geht es immer um die gleiche Fragestellung: Welche Rolle spielt Geld, wenn es um unser Glücksempfinden geht?

 

Der Inhalt dieses Blogs wird sicher keine eindeutige und auf alle Menschen zutreffende Antwort auf diese Frage liefern. Unbestritten ist jedoch, dass Geld eine zentrale Bedeutung in unserer globalen Gesellschaft hat. Dies insbesondere in den wirtschaftlich entwickelten Ländern, zu denen die Länder Europas zweifelsohne gehören. Wer in unserer Gesellschaft die Behauptung aufstellt, dass Geld von geringer Bedeutung ist, wird spätestens mit seiner Bedeutung konfrontiert, wenn es um die Zahlung der Miete oder die Bezahlung des Einkaufs von Lebensmitteln an der Supermarktkasse geht.

 

Eine weitere Fragestellung ist, ob mehr, mehr, mehr und immer mehr Geld im gleichen Mass einen Beitrag zur Steigerung unseres Glücksempfindens leistet. Beobachtungen, wie auch wissenschaftlich angetriebene Untersuchungen lassen deutlich erkennen, dass dem nicht so ist. Mehr Geld bedeutet nicht zwangsläufig auch mehr Glücksempfinden. Das fünfte Auto in der Tiefgarage steigert das Glücksempfinden seines Besitzers sicher nicht wesentlich, ebenso wenig wie der Unterschied zwischen 200 qm und 450 qm Wohnfläche einen nennenswerten Unterschied im Glücksempfinden ausmacht. Worum geht es denn nun wirklich?

 

In erster Linie geht es darum, dass jeder Mensch sich über seine ganz persönliche Einstellung zu Geld bewusst wird. Diese innere Haltung ist das Ergebnis der Prägungen, welche sich im Laufe unseres Lebens von früher Kindheit bis zum jungen Erwachsensein gestaltet haben. Wenn wir uns unserer inneren Haltung bewusst werden, dann geht es um die Frage, ob diese Haltung einen positiven Beitrag dazu leistet, dass wir mit dem Geld, welches wir durch unsere Arbeit erwirtschaften, das Leben gestalten können, welches wir uns wünschen. Und genau an dieser Stelle kommen wir zu dem, was Geld ist. Wir sehen Geld als ein Gestaltungsmittel, es ermöglicht uns, unser Leben so zu gestalten, dass es sich für uns gut anfühlt. Das Ihnen zur Verfügung stehende Geld ermöglicht es Ihnen, ein glückliches Leben zu gestalten. Gesundheit, Beziehungen, Sicherheit, Lebensqualität, Komfort, Bildung und alles andere rund um unser Leben, stehen in irgendeiner Form in Zusammenhang mit Geld.

 

Es geht weniger um die Menge des Geldes an sich, sondern primär um das Gefühl, welches die Verfügbarkeit des Geldes uns ermöglicht. Dabei geht es um das Gefühl des Wohlstandes, also dem Wohlgefühl des Standes und der finanziellen Freiheit im Sinne von Gestaltungsfreiheit.

 

Nachdem wir nun ein wenig über den Stellenwert des Geldes philosophiert haben und dabei sicherlich die zentrale Bedeutung feststellen konnten, sollten wir uns noch einen weiteren Aspekt anschauen: Den Stand der Finanzbildung.